9/19/2013

Ewiglich- Blogtour: Setting (Handlungsorte)


Herzlich Willkommen zur Ewiglich-Blogtour!
Vielleicht habt ihr ja meinen Ankündigungspost schon gelesen. Dort findet ihr einen Trailer und die entsprechenden Links zum Buch, falls ihr noch nicht wisst, um was es geht. 
Heute bin ich endlich mit meinem Beitrag für die Tour an der Reihe.  Bei mir werdet ihr mehr über das Setting und die Orte und Dinge erfahren, die im Buch eine größere Rolle spielen. Ich hoffe, dass nach unserer Blogtour einige Hände nach dem Buch greifen werden, denn ihr werdet eure Zeit damit ganz sicher nicht verschwenden! Ich wünsche viel Spaß☺
(Achtung: Ich bespreche nur Band 1 - Ewiglich die Sehnsucht)




 


"Ich war nicht mehr im Ewigseits. Das Licht war zu hell, die Gerüche zu stark.
[...] Ich war in einem Geschäft - einem kleinen Lebensmittelladen oder Minimarkt -, und obwohl es mir hier drin unglaublich hell vorkam, war es tiefe Nacht." (S. 15) 


Der kleine Minimarkt, in dem Nikki nach der Rückkehr aus dem Ewigseits aufwacht, ist die Verbindung dorthin. Mithilfe eines Haares oder irgendeines Gegenstandes eines Ewiglichen können Menschen von dort aus ins Ewigseits gelangen:

"Die Frau saß jetzt auf dem Boden, lehnte gegen die Regale mit den Donuts. Maxwell ging neben ihr in die Hocke und hielt ihr auf der flachen Hand ein kleines weißes Ding hin. [...] Die Frau blickte mit einem jämmerlichen Ausdruck im Gesicht zu Maxwell hoch, dann nickte sie entschlossen. Max gab ihr das Ding, und die Frau hob es an die Lippen. [...] Die Frau steckte die Pille in den Mund und schluckte. Sie schloss die Augen und sank tiefer gegen die Regale. Maxwell überließ sie sich selbst und ging aus dem Laden. Die Frau sah aus, als wäre sie eingeschlafen. 
Und dann geschah etwas Merkwürdiges. Ihre Haut veränderte sich, schimmerte plötzlich glänzend, als wäre sie nass. Die Frau riss die Augen auf und verzerrte den Mund zu einem lautlosen Schrei ... Dann fiel sie durch den Fußboden."
(S.154) 


Jetzt habe ich euch noch eine Textstelle aus einem Traum von Nikki herausgesucht, um euch zu zeigen, wie sie das Ganze fühlt und erlebt:

"Als ich einschlief, träumte ich, im Gang des Minimarkts zu stehen und langsam mit den Füßen im Boden zu versinken. Ich wollte sie wieder herausziehen, doch der Boden war wie Treibsand. Ich klammerte mich an das Regal mit den Schokodonuts, doch es kippte auf mich drauf, drückte mich noch tiefer. Und als ich den Mund öffnete, um zu schreien, streckten sich Arme aus dem Boden, hielten mir den Mund zu und zerrten mich ganz in die Tiefe."
(S. 215)


 
Ihr werdet euch jetzt sicher die ganze Zeit fragen, was das Ewigseits ist, was ich beim Minimarkt ständig erwähnt habe. Hier erfahrt ihr mehr über diese andere Welt, in der ein Menschenjahr, 100 Jahre im Ewigseits bedeuten. 
 
"In alten Sagen heißt es Unterwelt. Oder gar Hölle. Aber ich weiß, das stimmt nicht. In Wirklichkeit heißt es Ewigseits, und es ist kein Ort für die Toten. Es ist ein Ort für die Ewiglichen - jene Menschen, die das Geheimnis des ewigen Lebens entdeckt haben. Es ist ein Ort für deren Spender - die Menschen, die alles aufgeben, um die Ewiglichen zu nähren. Es ist die Welt, die zwischen dieser und der nächsten liegt, eine Welt zwischen Erde und Hölle. Ich weiß das, weil ich selbst eine Spenderin war. Und ich würde alles dafür geben, um das zu ändern."
(S.7)

Vielleicht konnte ich jetzt bei einigen ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Jedenfalls ist das irgendwie der Prolog des Buches und bei diesem Roman macht er sogar richtig neugierig, oder?


Nikki's Erinnerung an das Ewigseits vor der Nährung
"Meine erste Erinnerung war die an einen riesigen Raum, vergleichbar mit einer unterirdischen Höhle. In die Felswände waren Hunderte, vielleicht Tausende kleiner Nischen geschlagen. Sie ragten weiter nach oben, als meine Augen in der Dunkelheit zu sehen vermochten. [...] Es schien, als wäre die Dunkelheit selbst ein dingliches Wesen, und noch während der Gedanke in meinem Kopf Gestalt annahm, sah ich, dass die Schatten an den Wänden ins Wogen und Schwanken gerieten, als würde in der Nähe eine Kerze flackern. [...] Ich trat näher un blinzelte, und in diesem Moment lösten sich die Schatten von den Wänden. [...] Da, wo die Schatten gewesen waren, rann an mehreren Stellen eine dunkle Flüssigkeit an den Wänden herab, wie kleine Ölblasen, die geplatzt waren. [...] Es fühlte sich an wie Luft."
(S. 315)

Doch nicht das gesamte Ewigseits ist so düster und dunkel wie ihr in den oberen Zitaten lesen konntet. Im Gegensatz. Es gibt Gebiete und Orte, die aussehen wie das Paradies:


 

" 'Ich kann dich auf der Stelle mitnehmen. Du hast nur die Höhlen und die Tunnel gesehen - und ja, da ist es wirklich furchtbar, aber das restliche Ewigseits ist anders. Das ist wie die elysischen Gefilde. [...] Die Gefilde sind ein Ort voller Licht, voller Glück, wo niemand den langsamen Tod der Sterblichkeit erleidet. Und alle guten Gefühle in dir zeigen sich äußerlich in deiner Umgebung.' "


" 'Halt still', sagte er und legte seine Hände rechts und links an meinen Kopf. [...]
Dann löste sich mein ganzes Zimmer um mich herum auf. Ich stand auf einer weiten Wiese, umgeben von Licht. Eine sanfte Brise reiner Luft [...] zerzauste mir das Haar. [...] Ich rannte los, auf die Mitte der Wiese zu, mit immer größeren Sätzen, bis ich meinte, nur ein einziger Satz mehr, und ich könnte mich vom Boden abstoßen und würde nie wieder landen. Es war ein herrliches Gefühl, als könnte mich nie wieder irgendetwas belasten." (S. 98-99)


Das elysische Gefilde hört sich an, wie das Paradies. Doch was passiert, wenn sich Nikki dagegen entscheidet, mit Cole mitzugehen und stattdessen ihre Zeit bis zu ihrem Ende auf der Erde verbringt?


 
 


"Ehe ich protestieren konnte, nahm er meinen Kopf in beide Hände. Ich spürte, wie irgendetwas hineinrauschte, und im selben Moment zerfloss mein Zimmer. Es wurde pechschwarz um mich herum. Meine Brust wurde zusammengedruckt, als steckte sie in einem Schraubstock, und als ich nach Luft rang, atmete ich eine Handvoll Erde ein und musste würgen.

 

Lebendig begraben. Verzweifelt wühlte ich mich durch die schwere Erde, die auf mir lastete, bis meine Fingerspitzen Luft spürten. Ich kämpfte mich nach draußen und fiel entkräftet auf einen schlammigen Boden. Aber ich war nicht im Freien. Ich war in einem langen, dunklen Tunnel mit Wänden aus Kohle, aus denen zahllose, bleiche, wild fuchtelnde Hände ragten. Ich versuchte, wegzukriechen, doch die Hände packten mich an den Knöcheln, Beinen, Armen und zerrten mich zurück ins Innere des Tunnels. Ich wollte Cole anflehen, mit all dem aufzuhören, doch als ich den Mund öffnete, füllte er sich mit Erde. Scharfkantige Steine drangen bis in meinen Hals und zerschnitten mir dabei die Innenseite der Wangen. Ich schmeckte Blut. Es fühlte sich alles so echt an. Das war keine Vision. Ich war gefangen." (S. 40-41)


" 'Die Tunnel', sagte ich und blickte rasch auf meinen Arm. [...] Als ich aufschaute, bemerkte ich Meredith's Haar. Es flatterte ihr ins Gesicht, als würde ein Luftzug in den Wagen wehen. Aber die Fenster waren geschlossen. [...] Sie gab mir einen Kuss auf die Wange, dann stieß sie die Tür auf und sprang aus dem Wagen. Wir konnten nur tatenlos zusehen. Sobald sie aus dem Auto war, zögerten die Tunnel keine Sekunde. Die Wolke stürzte sich auf sie, und dann war sie verschwunden. 
Sofort wurde alles still.


So, das war mein Beitrag zur Blogtour. Am liebsten hätte ich euch noch viel mehr Zitate und Bilder gezeigt, aber dann würde ich das ganze Buch spoilern und ich möchte euch ja nicht den Spaß und die Spannung nehmen. Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen. 

Morgen geht es bei Jessi von Secret Garden weiter, die euch die griechische Mythologie, die im Buch eine Rolle spielt, ein wenig näher bringen will.

Kommentare:

  1. Ein schöner, stimmungsvoller Post! :-) Ich glaub, ich muss sie nochmal von vorne lesen.

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  2. Richtig toller Post vor allem mit den Bildern die die jeweilige Situation beziehungweise Stimmung beschreiben!
    Und toller Blog, mach unbedingt weiter so, ich werde hier noch öfters vorbei schauen!
    Liebe Grüße,
    Marie

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    1. Dankeschön, freut mich, dass es dir gefällt :)
      Alles Liebe,
      Jule

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  3. Toller Post! Ich habe die Bücher noch nicht gelesen, kann mir jetzt aber besser die Orte vorstellen, wo es spielt und auch ein klein wenig, wie das Ewigseits und deren Bewohner so "ticken". Obwohl du viel zitiert hast, fühle ich mich nicht gespoilert. Toller Beitrag, bin schon auf die nächsten Tage gespannt!

    lg. Tine =)
    www.buchstabengefluester.blogspot.de

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    1. Ja, ich hoffe andere stellen sie sich auch so vor und ich liege nich völlig daneben. Jeder stellt es sich ja während dem Lesen in seinem Kopf ein wenig anders vor :)
      Alles Liebe

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  4. oh Gott, dein Post war ungaublich, da kann ich eh nicht mithalten. :)

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    1. Ach Quatsch! Sag sowas nicht :) Deiner wird bestimmt auch total toll. Du hast ja sowieso ein anderes Thema. Da kann man das auch gar nicht vergleichen ♥

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  5. Wow, ich finde deinen Post auch wundervoll ♥ du hast dir bestimmt sehr viel Mühe gemacht.

    Grüße Natalie ;)

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    1. Dankeschön! Oh ja, das kann man wohl sagen! Puh, du glaubst nicht, was das für eine Arbeit war, die ganzen Zitate und dann auch noch einigermaßen passende Bilder herauszusuchen! :D

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